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Reiseapotheke Brasilien

Versicherungsschutz allein reicht für einen sorglosen Brasilientrip nicht immer aus. Ins Gepäck gehört auch eine gut sortierte Reiseapotheke. Die Zusammenstellung variiert abhängig vom Reiseziel - Reisen in entlegene Regionen im Landesinneren bedürfen im Gegensatz zu Aufenthalten in Großstädten und touristischen Zielen an der Küste einer intensiven Vorbereitung und fachlicher Beratung. Grundsätzlich immer mit an Bord sein sollten Mittel gegen Schmerzen und leichtes Fieber (Paracetamol), leichte Entzündungen (Ibuprofen), Übelkeit & Erbrechen (Metoclopramid) und Durchfall (Loperamid), zudem eine antiseptische Salbe (PVP Jod Ratiopharm) und Desinfektionsspray (Octenisept).  Eine Sonnenbrille mit UV Schutz und hochwertiger Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 15-20 und Mittel zur Linderung von Sonnenbrand sollten ebenfalls auf jede Fall mit von der Partie sein, ebenso wie ein zuverlässiges Fieberthermometer, Pflaster & Verbandsmaterial. Empfehlenswert ist weiterhin das Mitführen verschweißter Einwegspritzen und Kanülen, da in ländlichen Regionen die Hygienestandards nicht mit europäischen Maßstäben vergleichbar sind.

Für Diabetiker und andere chronisch Kranke empfiehlt sich wie bei allen Fernreisen, sich nicht auf die Versorgung vor Ort zu verlassen sondern die benötigten Medikamente und Utensilien in ausreichenden Mengen mitzuführen. Hierzu zählen auch ein guter Vorrat an Teststreifen (in Brasilien oft teurer und potentiell weniger zuverlässig als in Deutschland) und eine getrennt aufbewahrte Ersatzgarnitur von Blutzuckermessgerät und Pen für Notfälle.  Zur ausreichenden Kühlung des Insulins beim Transport von einem Kühlschrank zum nächsten gibt es kristallgekühlte Etuis, in denen Insulin laut Herstellerangaben bei Temperaturen bis 38°C bis zu 45 Stunden lang aufbewahrt werden kann. Erhöhtes Hypoglykämierisiko besteht nach während der ersten Nacht nach der Flugreise und dem Beginn der Zeitumstellung. Hier ist vor dem Schlaf  eine zusätzliche Kontrolle des Blutzuckers und ggf. die gezielte Einnahme von Kohlenhydraten angebracht. Bei Langzeitaufhalten von sechs Monaten oder länger sollte die Versorgung vor Ort sorgsam vorgeplant werden, u.a. über Anfragen bei den brasilianischen Vertretungen der Hersteller. Die gebräuchliche Konzentration von Insulin in Brasilien ist U100 (100 Einheiten pro ml). Patienten, die mit U40 Insulin behandelt werden, müssen sich hieran entsprechend anpassen.